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Den Sommer ausgewandert -  Wandertag der Klassen 1b, 2a, 2b

 

 

 

Obwohl auf den 22.09.2020 der kalendarische Herbstanfang datiert war, konnten die Kinder der Klassen 1b, 2a und 2b die letzten Keime und Sonnenstrahlen des Sommers zu einem Wandertag ins nahegelegene Wäldchen des idyllischen Ortsteils Schwärzdorf nutzen. Die Reise begann durch das Dorf entlang der zahlreichen Pferdekoppeln und fand auf einer grünen, frisch gemähten Wiese den ersten Zwischenstopp. Neben kleinen Fangspielen, aufmerksamen Naturbeobachtungen und anstrengenden Felderkundungen stand ein erster Test der Brotzeit an. Nachdem die Energiespeicher wieder gefüllt waren, machten sich die 3 Klassen auf die zweite Etappe. Stöckerne Pfeile navigierten die Kinder sicher zum vereinbarten Treff am Rettungspunkt, wo die Väter der Familien Mertinatsch und Rosenbauer mit leckeren Würstchen, Semmeln und bequemen Sitzgelegenheiten auf uns warteten. Hier wurde nun wie am Buffet kräftig so viel in die hungrigen Mägen gestopft, wie jene aufnehmen konnten. Den Nachtisch bildeten vitaminreiche Obst- und Gemüseplatten, die von fleißigen Eltern bereits mundgerecht zum unkomplizierten Verzehr geschnitten wurden. Im Anschluss an das (Fest-)Mahl erkundeten alle Kinder stundenlang den Wald, sammelten Naturmaterialien, gingen auf Entdeckertouren und schufen teils kreative Bauten mit Stöcken und Moos, welche absolute Teamarbeit forderten.

Nachdem das Abschlussfoto geschossen war, machten sich die Wanderer zügig auf den Rückweg in die Schule, wo dieser ereignisreiche Tag seinen Ausklang fand. Ein recht herzliches Dankeschön gilt allen Helfern und Unterstützern an diesem Tag. Besonderer Dank gilt der Familie Mertinatsch, die mit Unterstützung durch Familie Rosenbauer die Route markierte sowie Wiener und Semmeln für alle Kinder sponserten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

Mähen mit Sense und Sichel im Geschichtsunterricht

 

 

 

„Was, ist schon wieder aus“, mit dem erschrockenen Ausruf einer Schülerin endete die jüngste Geschichtsstunde in den 7. Klassen an der staatlichen Gemeinschaftsschule Joseph Meyer. Mähen und Heuwenden wie in früheren Zeiten stand auf dem Stundenplan. Ulrich Heublein vom Förderverein Burg Neuhaus brachte dazu Sensen, Sichel, Holzrechen, Huckelkorb, Dreschschlegel und alte Fotoalben mit in den Schulgarten. 

Schon der Anblick der großen, langen Messer flöste so manchem Respekt ein. Entsprechend vorsichtig trugen die Schüler die landwirtschaftlichen Geräte an ihren Bestimmungsort. Nach kurzer Erklärung zeigte Ulrich Heublein ganz praktisch, wie eine Sense funktioniert. Als er die ersten kräftigen, schnellen Schnitte im hohen Gras machte, hopsten viele Beinpaar ein paar Schritt nach hinten. Kaum jemand war noch an das Mähen mit so einem Werkzeug gewöhnt.

Einzelne Jungs meldeten sich dann doch, zunächst zaghaft. Sie fragten, ob sie es auch mal probieren dürfen. Sie durften, unter Aufsicht. Es zeigte sich, dass doch ganz wenige schon ein bisschen Erfahrung mit dem heute historischem Mähgerät hatten. Auch die Mädchen versuchten sich an den Werkzeugen, besonders an der wesentlich kleineren Sichel. 

Schließlich tauten alle auf und eine schöne Gemeinschaftsstimmung entstand. Die Jungs waren meist mit den Sensen und Herrn Heublein oder dem Hausmeister Herrn Grünbeck unterwegs oder sie rechneten die Maht zusammen und stapelten große Mengen mit einer Mistgabel auf einen hohen Heuberg. Die Mädchen sammelten sich eher um die Lehrerinnen, testeten die Sichel und erzählten von ihren Kaninchen. Manche hatten hier schon viel Übung, weil sie auch zu Hause ihre Tiere selber versorgen müssen. Alle hatten viel Spaß an der ungewohnten Arbeit, bemerkten aber auch, wie schwer es frühere Generationen auf dem Land gehabt hatten. [Frau Preißinger]